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Wann das Kündigungsschutzgesetz greift und was eine Kündigung trägt
Die Rechenbeispiele des Moduls, dann Fälle zum Selbstlösen vor der Auflösung · 1 Abschnitt · 184 Wörter · 2 Min.
Übungsfall
Wem darf die Druckerei kündigen?
Eine Druckerei beschäftigt regelmäßig neun Vollzeitkräfte und vier Aushilfen mit je 15 Wochenstunden, alle seit mehr als sechs Monaten und alle nach 2004 eingestellt. Eine von drei Druckerstellen soll aus betrieblichen Gründen entfallen. Anna, 52, ist seit 20 Jahren im Betrieb, ohne Unterhaltspflichten; Bernd, 38, seit sechs Jahren, zwei Kinder; Carla, 29, seit drei Jahren, ledig. Gilt das Kündigungsschutzgesetz, und wen trifft die Sozialauswahl zuerst?
Hinweis: Gewichten Sie die Aushilfen nach § 23 Abs. 1 Satz 4 KSchG, prüfen Sie die Schwelle für nach 2003 Eingestellte und vergleichen Sie dann die vier Merkmale.
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Die vier Aushilfen arbeiten nicht mehr als 20 Wochenstunden und zählen je 0,5, zusammen 2. Mit den neun Vollzeitkräften ergibt das 11 Arbeitnehmer, also mehr als zehn: das Gesetz gilt auch für die nach 2003 Eingestellten. Alle drei haben die Wartezeit erfüllt. In der Sozialauswahl liegt Carla bei Betriebszugehörigkeit, Alter und Unterhaltspflichten hinten. Zwischen Anna und Bernd müsste der Betrieb abwägen, beide sind aber schutzwürdiger als Carla. Ohne berechtigten Grund, sie herauszunehmen, trifft die Kündigung zuerst Carla.
Antwort: Ja, mit 11 gezählten Arbeitnehmern; die Auswahl trifft zuerst Carla
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