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Modul 118 Min.2113 WörterKostenlos — ohne Konto

Vom Jahresabschluss zum Ausschüttungsbeschluss: Erklärung, Zufluss und verdeckte Gewinnausschüttung

Die Rechenbeispiele des Moduls, dann Fälle zum Selbstlösen vor der Auflösung · 1 Abschnitt · 217 Wörter · 2 Min.

Übungsfall

Was kostet eine überhöhte Miete?

Die Brenner Messtechnik GmbH mietet seit Januar 2026 ein Lager von ihrem Alleingesellschafter für 3.000 Euro im Monat. Vergleichbare Flächen kosten am Ort 2.000 Euro. Eine Betriebsprüfung behandelt die Differenz als verdeckte Gewinnausschüttung. Um wie viel steigen Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag der Gesellschaft für 2026, und welche Kapitalertragsteuer steht zusätzlich im Raum? Die Gewerbesteuer bleibt außer Betracht.

Hinweis: Rechnen Sie zuerst den Jahresbetrag der Differenz aus. Wenden Sie dann den Satz für 2026 und den Zuschlag auf diese Steuer an, und prüfen Sie die Seite des Steuerabzugs getrennt.

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Die Differenz beträgt 1.000 Euro im Monat, also 12.000 Euro im Jahr. Nach § 8 Abs. 3 Satz 2 KStG mindert sie das Einkommen nicht und wird hinzugerechnet. Beim Körperschaftsteuersatz von 15 Prozent für 2026 ergibt das 1.800 Euro Körperschaftsteuer, darauf 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag, also 99 Euro, zusammen 1.899 Euro. Zugleich ist der Betrag nach § 20 Abs. 1 Nr. 1 Satz 2 EStG ein Kapitalertrag des Gesellschafters. Auf 12.000 Euro entfielen 25 Prozent Kapitalertragsteuer, also 3.000 Euro, und darauf 165 Euro Solidaritätszuschlag. Für diese nicht einbehaltenen 3.165 Euro haftet die GmbH nach § 44 Abs. 5 EStG, sofern sie nicht nachweist, dass sie weder vorsätzlich noch grob fahrlässig gehandelt hat.

Antwort: 1.899 € mehr Körperschaftsteuer mit Zuschlag, dazu ein Haftungsrisiko von 3.165 € Kapitalertragsteuer mit Zuschlag

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