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Die Außenprüfung: Anordnung, Mitwirkung, Datenzugriff und Abschluss
Die Rechenbeispiele des Moduls, dann Fälle zum Selbstlösen vor der Auflösung · 2 Abschnitte · 214 Wörter · 3 Min.
Beispiel mit Zahlen
Die Obergrenze des Verzögerungsgeldes
Wer ein qualifiziertes Mitwirkungsverlangen gar nicht erfüllt, riskiert höchstens 150 Kalendertage zu 75 €, zusammen 11.250 €. Die Summe ist aus den beiden gesetzlichen Werten gerechnet, sie steht so nicht im Gesetz. Hinzu kann ein Zuschlag kommen, und die Prüfung endet trotzdem mit Schätzungen, wo Unterlagen fehlen.
Übungsfall
Wie hoch ist das Mitwirkungsverzögerungsgeld?
Einer Handels-GmbH wurde am 2. März 2026 eine Prüfungsanordnung bekannt gegeben. Ein qualifiziertes Mitwirkungsverlangen mit Rechtsbehelfsbelehrung fordert die Kassenbelege eines Jahres an und gilt am Dienstag, dem 15. September 2026, als bekannt gegeben. Die GmbH liefert die Unterlagen am Dienstag, dem 27. Oktober 2026, vollständig. Eine Entschuldigung macht sie nicht geltend. Welches Verzögerungsgeld ist festzusetzen?
Hinweis: Bestimmen Sie zuerst, ob das Verlangen zeitlich zulässig war, dann den letzten Tag der Monatsfrist, und zählen Sie die vollen Kalendertage bis zum Tag der Erfüllung einschließlich.
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Das Verlangen war zulässig, denn seit der Bekanntgabe der Anordnung am 2. März waren mehr als sechs Monate verstrichen (§ 200a Abs. 1 Satz 1 AO). Die Monatsfrist endet mit Ablauf des 15. Oktober 2026, eines Donnerstags. Die Verzögerung beginnt am 16. Oktober und endet mit Ablauf des 27. Oktober, dem Tag der vollständigen Erfüllung (§ 200a Abs. 2 Satz 5 AO). Das sind zwölf volle Kalendertage, zu je 75 € also 900 €.
Antwort: 900 €
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