Modul 118 Min.2067 WörterKostenlos — ohne Konto
Steuerklasse, Freibetrag, und die Uhr, die zehn Jahre läuft
Die Rechenbeispiele des Moduls, dann Fälle zum Selbstlösen vor der Auflösung · 1 Abschnitt · 150 Wörter · 2 Min.
Übungsfall
Wie viel bleibt steuerfrei?
Eine Mutter schenkt ihrem Sohn im Juni 2020 Wertpapiere im damaligen Wert von 250.000 Euro. Im September 2026 überträgt sie ihm ein Grundstück im Wert von 300.000 Euro. Die Wertpapiere sind inzwischen 340.000 Euro wert. Wie hoch ist die Bemessungsgrundlage für den Erwerb von 2026?
Hinweis: Prüfen Sie zuerst, ob die beiden Erwerbe zusammenzurechnen sind, und achten Sie dann darauf, mit welchem Wert der frühere Erwerb anzusetzen ist.
Lösung ansehen
Zwischen Juni 2020 und September 2026 liegen keine zehn Jahre, die Erwerbe sind also nach § 14 ErbStG zusammenzurechnen. Dem letzten Erwerb werden die früheren nach ihrem FRÜHEREN Wert zugerechnet: maßgeblich sind die 250.000 Euro von 2020, nicht die heutigen 340.000 Euro. Der Gesamterwerb beträgt damit 250.000 plus 300.000, also 550.000 Euro. Davon geht der Freibetrag des Kindes von 400.000 Euro ab. Die Wertsteigerung der Wertpapiere bleibt vollständig außer Ansatz — sie ist steuerlich nie erfasst worden.
Antwort: 150.000 Euro
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