GmbH-vs-UG-Vergleich
Vergleichen Sie GmbH und UG (haftungsbeschränkt): Geschäftsführer-Nettoauszahlung, Pflichtrücklage und Gesamtsteuerlast bei gleichem Jahresgewinn.
Data verified · July 2026
Warum liefert die UG in der Anfangsphase weniger Netto?
Weil § 5a Abs. 3 GmbHG eine gesetzliche Pflichtrücklage von 25 % des Jahresüberschusses vorschreibt, bis Rücklage plus Stammkapital 25.000 € erreichen — dieser Betrag steht dem Gesellschafter bis dahin nicht als Ausschüttung zur Verfügung.
Source: § 5 GmbHG (Stammkapital GmbH); § 5a GmbHG (UG haftungsbeschränkt, Abs. 3 Pflichtrücklage); KStG § 23 (Körperschaftsteuer 15 %); SolzG § 4 (Solidaritätszuschlag); GewStG § 11 (Gewerbesteuer). · updated 2026
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Everything about GmbH-vs-UG-Vergleich
📋Overview+
Vergleicht bei identischem Jahresgewinn vor Geschäftsführergehalt die Nettoauszahlung an den Geschäftsführer zwischen einer GmbH (Stammkapital mindestens 25.000 €, § 5 GmbHG) und einer UG haftungsbeschränkt (Stammkapital ab 1 €, § 5a GmbHG). Beide Rechtsformen zahlen Körperschaftsteuer 15 % plus Solidaritätszuschlag 5,5 % und Gewerbesteuer nach Hebesatz — der entscheidende Unterschied ist die gesetzliche Pflichtrücklage der UG: 25 % des Jahresüberschusses müssen bis zum Erreichen von 25.000 € einbehalten werden (§ 5a Abs. 3 GmbHG), bevor überhaupt ausgeschüttet werden darf.
💡 Best practices
- Die UG-Pflichtrücklage bremst die Ausschüttung nur temporär — sobald 25.000 € erreicht sind, entfällt sie vollständig.
- Bei niedrigem Startkapital und begrenztem Bankbedarf ist die UG oft der pragmatische Einstieg vor einer späteren Umwandlung in eine GmbH.
- Mehrheitsgesellschafter-Geschäftsführer sind meist nicht sozialversicherungspflichtig — das erhöht das Netto-Gehalt spürbar gegenüber einem Fremdgeschäftsführer.
🔢 Concrete example
150.000 € Jahresgewinn, 50 % als Geschäftsführergehalt, UG-Stammkapital 1.000 €, noch keine Rücklage, Hebesatz 400 %, sozialversicherungspflichtig, Grenzsteuersatz 30 %: die GmbH liefert ein höheres Gesamtnetto, da die UG-Pflichtrücklage die Ausschüttung zunächst bremst.
📖User guide+
How to use this calculator
- 1
Jahresgewinn vor Geschäftsführergehalt eingeben.
- 2
Anteil als Gehalt vs. Ausschüttung festlegen (Standard 50 %).
- 3
Stammkapital der UG und bereits gebildete Rücklage angeben.
- 4
Hebesatz Gewerbesteuer, Sozialversicherungspflicht und Grenzsteuersatz anpassen.
- 5
Gesamtnetto, Pflichtrücklage und Empfehlung für GmbH oder UG ablesen.
📚Glossary+
- GmbH
- Gesellschaft mit beschränkter Haftung: Stammkapital mindestens 25.000 € (§ 5 GmbHG), volle Ausschüttung möglich, hohe Reputation und Bankenfähigkeit.
- UG (haftungsbeschränkt) & Pflichtrücklage
- Unternehmergesellschaft mit Stammkapital ab 1 € (§ 5a GmbHG) — muss 25 % des Jahresüberschusses zurücklegen, bis die Rücklage zusammen mit dem Stammkapital 25.000 € erreicht (§ 5a Abs. 3 GmbHG); erst danach volle Ausschüttung wie bei der GmbH.
ℹ️Sources & updates+
Last data update
July 6, 2026
Sources and references
§ 5 GmbHG (Stammkapital GmbH); § 5a GmbHG (UG haftungsbeschränkt, Abs. 3 Pflichtrücklage); KStG § 23 (Körperschaftsteuer 15 %); SolzG § 4 (Solidaritätszuschlag); GewStG § 11 (Gewerbesteuer).
The data in this calculator is updated regularly to reflect the latest official rates. When in doubt, consult the official sources listed above.
FAQ — GmbH-vs-UG-Vergleich
Warum liefert die UG in der Anfangsphase weniger Netto?+
Weil § 5a Abs. 3 GmbHG eine gesetzliche Pflichtrücklage von 25 % des Jahresüberschusses vorschreibt, bis Rücklage plus Stammkapital 25.000 € erreichen — dieser Betrag steht dem Gesellschafter bis dahin nicht als Ausschüttung zur Verfügung.
Ab wann verschwindet der Nachteil der UG?+
Sobald die kumulierte Pflichtrücklage 25.000 € erreicht hat, entfällt die Rücklagepflicht vollständig — ab diesem Zeitpunkt ist die Ausschüttungsfähigkeit identisch zur GmbH.
Ist die UG rechtlich eine eigene Rechtsform?+
Nein — die UG (haftungsbeschränkt) ist eine Variante der GmbH mit herabgesetztem Mindestkapital (§ 5a GmbHG). Sie unterliegt denselben Vorschriften (KStG, GewStG) und kann jederzeit durch Kapitalerhöhung in eine reguläre GmbH umgewandelt werden.