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Gehalt vs. Dividenden — die Abwägung des Geschäftsführers (2026)

Vergütung als Gehalt, als Dividenden oder beides? Sechs Faktenkriterien, die 100-%-Dividenden-Falle und typische Profile, um das Gespräch mit Ihrem Berater zu strukturieren.

Nur französisches Recht · Geprüft 2026-06

KriteriumVergütung (Gehalt)Dividenden
SozialkostenGesamtkosten ≈ 1,75 bis 1,85 × das ausgezahlte Netto (Arbeitgeber- + Arbeitnehmerabgaben, Status assimilé salarié SASU; variiert je nach Gehaltsniveau)Keine Sozialabgaben in der SAS/SASU — Sozialabgaben von 17,2 % im PFU enthalten
Besteuerung beim EmpfängerEinkommensteuer (IR) nach progressivem Tarif (nach 10-%-Abschlag oder tatsächlichen Kosten)PFU-Pauschalsteuer 30 % (12,8 % IR + 17,2 % Sozialabgaben) oder globale Tarifoption (40-%-Abschlag — gilt für alle Kapitalerträge des Jahres)
Soziale AbsicherungRente, Krankenversicherung, Krankentagegeld, VorsorgeKeine erworbenen Sozialansprüche
Wirkung auf die IS (Körperschaftsteuer)Abziehbarer Aufwand vom IS-pflichtigen ErgebnisAusschüttung nach IS (15 % / 25 %), nicht abziehbar
AuszahlungsrhythmusMonatlich — Gehaltsabrechnung und DSN-MeldungNach Feststellung des Jahresabschlusses (jährliche Hauptversammlung), Abschlagszahlungen möglich
Fall EURL / TNS-GeschäftsführerTNS-Abgaben ≈ 35-45 % der Geschäftsführervergütung je nach StufenDer Anteil über 10 % des Stammkapitals (erhöht um Emissionsagien und Gesellschafter-Kontokorrentkonten) unterliegt den TNS-Abgaben

Die 100-%-Dividenden-Falle

Null Gehalt = null anerkannte Rentenquartale, null Krankentagegeld, null Vorsorge. Die sinnvolle Abwägung liegt in der Regel zwischen einem Basisgehalt, das die Sozialansprüche sichert, und einer Dividendenergänzung auf den Überschuss — selten umgekehrt.

Welche Abwägung für Ihre Situation?

Soziale Absicherung zuerst

Sie wollen Ihre Rentenquartale sichern und im Krankheitsfall abgesichert sein: Bevorzugen Sie ein regelmäßiges Gehalt, auch ein bescheidenes, vor jeder Dividendenausschüttung.

Überschüssige Liquidität

Die Gesellschaft erwirtschaftet mehr als Ihren Vergütungsbedarf: Eine Dividendenergänzung auf den Überschuss, nach IS, vermeidet Abgaben auf den Teil, den Sie im Alltag nicht benötigen.

EURL-Geschäftsführer (TNS)

Über 10 % des Stammkapitals hinaus (erhöht um Agien und Gesellschafter-Kontokorrentkonten) unterliegen Dividenden den TNS-Abgaben: Der soziale Vorteil der Dividenden entfällt damit weitgehend — die Abwägung muss komplett neu gerechnet werden.

Gesellschaft in der Startphase

Unsicheres Ergebnis, knappe Liquidität: Ein am tatsächlichen Bedarf bemessenes Gehalt sichert Ihre Ansprüche; Dividenden warten auf einen dauerhaften Überschuss und festgestellte Abschlüsse.

Häufige Fragen

Ist eine Vergütung zu 100 % in Dividenden eine gute Idee?

Fast nie: Ohne Gehalt erwerben Sie keine Rentenquartale und verlieren Krankentagegeld und Vorsorge. Die scheinbare Abgabenersparnis wird mit verlorenen Sozialansprüchen bezahlt — und IS plus PFU verringern den realen Abstand.

PFU 30 % oder Tarifoption?

Der PFU ist pauschal und einfach. Die globale Option für den progressiven Tarif (mit 40-%-Abschlag auf Dividenden) lohnt sich nur bei niedrigem Grenzsteuersatz — typischerweise in den Stufen 0 % oder 11 %. Sie gilt dann für alle Ihre Kapitalerträge des Jahres.

Ist die Abwägung in SASU und EURL dieselbe?

Nein. In der SASU (Status assimilé salarié) entgehen Dividenden den Sozialabgaben. In der EURL (TNS-Geschäftsführer) wird der Dividendenanteil über 10 % des Stammkapitals, erhöht um Emissionsagien und auf dem Gesellschafter-Kontokorrent belassene Beträge, in die TNS-Bemessungsgrundlage einbezogen — der Dividendenhebel ist dort deutlich begrenzter.

In welcher Reihenfolge entscheiden?

Zuerst das für Lebensunterhalt und Sozialansprüche nötige Gehalt; dann die IS auf das verbleibende Ergebnis; zuletzt Dividenden auf den ausschüttbaren Überschuss. Rechnen Sie die Szenarien mit unseren Rechnern durch, bevor die Jahreshauptversammlung ansteht.

Unverbindliche Bildungsinformation (französisches Recht, geprüft Juni 2026) — keine personalisierte Steuer- oder Sozialberatung. Die Sätze (PFU, IS, Abgaben) ändern sich mit jedem Finanz- oder Sozialfinanzierungsgesetz: Prüfen Sie vor jeder Vergütungsentscheidung die offiziellen Quellen.

Offizielle Quellen